Golfrider Golfrider — Protecting the Green Feldtest-Phase
Frenk Mäuler – Gründer und Entwickler von Golfrider
Gründer · Entwickler

Frenk Mäuler

M.IT Service GmbH, Nümbrecht

Mein Weg ist nicht klassisch. Gelernt habe ich Betriebsschlosser – die alte Schule des Handwerks: Metall, Maschinen, präzise Toleranzen. Anschließend habe ich in vier Semestern Vollzeit den Diplom-Maschinenbautechniker mit Schwerpunkt CNC-Anlagentechnik abgeschlossen, als Jahrgangsbester mit Schnitt 1,0. Erst danach bin ich auf, wie ich es selbst gerne nenne, „die dunkle Seite der Macht“ gewechselt – die IT. Seither betreue ich seit über drei Jahrzehnten komplexe industrielle Infrastrukturen.

Diese Kombination aus Mechanik, Elektronik und Software ist im Grunde das Fundament von Golfrider. Ein solches Gerät zu konstruieren, zu programmieren und in der Werkstatt aufzubauen, geht nur, wenn man alle drei Welten beherrscht.

Wie alles begann

Eine Begegnung im Jahr 2008

Vor 18 Jahren spielte ich eine Runde mit einem älteren Herrn, den ich an dem Tag kennenlernte und nie wieder traf. Er war zu Fuß unterwegs, wie ich. Mir fiel auf: Er spielte nur 6 Loch – genau die mit den geringsten Anstiegen. Wir kamen ins Gespräch.

Was er mir damals sagte, ist mir bis heute geblieben:

Cart ist für mich kein Golf. Ich liebe meinen Heimatplatz, und wenn ich den gar nicht mehr laufen kann, höre ich auf mit Golf. Ich wechsele auch nicht auf einen flachen Platz.

Er hatte sich seine Wahl ausgerechnet: Aufhören mit dem Sport, den er liebt, oder ein flacher Ersatzplatz. Beides Lösungen, die ich für falsch hielt. In diesem Moment formulierte sich die Frage, die mich seitdem nicht mehr losgelassen hat: Warum gibt es eigentlich kein Gerät, das einen solchen Spieler fährt, wenn er nicht mehr laufen kann – und ihn ansonsten in Ruhe seinen Sport spielen lässt? Nicht ein zusätzliches Cart, das den Platz verdichtet, sondern etwas, das zwischen Trolley und Fahrzeug umschalten kann. Etwas, das der Spieler selbst bewegt, das ihn nicht zum Passagier macht.

Damals war die Technik dafür schlicht nicht reif. Es brauchte bezahlbare Lithium-Akkus, leistungsstarke Hubmotoren aus der E-Mobilität, intelligente Mikrocontroller mit Touchscreen, präzise und freiprogrammierbare Motorsteuerungen – und 3D-Druck mit zähen Materialien. All das wurde erst in den letzten Jahren in einer Form verfügbar, die es einem einzelnen Entwickler ermöglicht, ein solches Gerät überhaupt selbst zu bauen.

Etappen

18 Jahre, in vier Schritten

  1. 2008

    Die Begegnung auf dem Platz

    Der ältere Herr, der sich auf 6 Loch beschränkte. Sein Satz, der hängenblieb. Der Moment, in dem die Frage entstand: Geht das nicht anders?

  2. 2010 – 2018

    Erste Konzepte, viele Sackgassen

    Mehrere Versuche mit verfügbarer Technik. Alle scheiterten am gleichen Punkt: zu schwer, zu teuer, oder nicht robust genug für eine ganze Runde auf einem Platz.

  3. 2019 – 2024

    Die Technik holt auf

    Endlich passen alle Bausteine zusammen: leistungsstarke, frei programmierbare Motorsteuerungen mit CAN-Bus, intelligente Mikrocontroller mit Touchscreen, bezahlbare 48 V/20 Ah Lithium-Akkus und hochwertiger 3D-Druck mit zähen Materialien.

  4. 2025 – 2026

    Vom Prototyp zum Feldtest

    Nach mehreren Iterationen steht der erste serientaugliche Golfrider: zwei 500-W-Hubmotoren mit 100 Nm, intelligente Soft-Start-Rampe für rasenschonendes Anfahren, alle Strukturteile aus zähem TPU. Aktuell läuft die Feldtest-Phase auf ausgewählten Plätzen.

Vor 18 Jahren hatte ich die Idee für andere. Mittlerweile bin ich – gesundheitsbedingt – mein eigenes Zielpublikum.
Wo wir stehen

Die Feldtest-Phase

Golfrider ist nicht aus einer Marketingabteilung hervorgegangen. Sondern aus 18 Jahren Werkstatt, Tüftelei und vielen Stunden auf dem Platz.

Wir befinden uns derzeit in der Feldtest-Phase. Das heißt konkret: Eine kleine Anzahl von Geräten ist bei ausgewählten Test-Plätzen und Test-Spielern im Einsatz. Wir sammeln Erfahrungen, verfeinern die Software, schärfen das Produkt an den Stellen nach, an denen die Praxis Lücken zeigt. Jeder Bug, jeder Verbesserungsvorschlag, jede Beobachtung im echten Spielbetrieb fließt direkt in die nächste Iteration ein.

Diese Phase ist kein Schwächezeichen – sondern bewusst gewählt. Ein Produkt, das in der Hand realer Spieler nicht funktioniert, ist kein Produkt. Wir nehmen uns die Zeit, das jetzt richtig zu lernen, bevor wir in die breite Markteinführung gehen.

Sie sind Greenkeeper, Clubmanager oder ambitionierter Spieler und möchten Teil der Feldtest-Phase werden? Melden Sie sich – jede ernsthafte Anfrage erhält eine persönliche Antwort von mir.

Fragen, die noch offen sind?

Schreiben Sie mir direkt – ich antworte persönlich.